Auf dieser Seite wird das Schachachdorf Ströbeck näher vorgestellt!
Quelle: Wikipedia
Im Rahmen der Gebietsreform wird das Schachdorf Ströbeck am 1.1.2010 in die Kreisstadt Halberstadt eingemeindet.

Ortsdaten

Bundesland:Sachsen-Anhalt
Landkreis:Harz
Höhe:156 m ü. NN
Fläche:13,46 km²
Einwohner:1128 (31. Dez. 2007)
Postleitzahl:38822
Vorwahl:039427
Kfz-Kennzeichen:HZ

 
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 Zur Geschichte des Ortes:

Die Ersterwähnung Ströbecks erfolgte am 20. Oktober 995 in einer Urkunde des Königs Otto III.. Am 1. August 1004 wurde Ströbeck in einer Schenkungsurkunde Kaiser Heinrich II. an das Kloster Drübeck als Strebeki urkundlich das zweite Mal erwähnt. Da seit dem Mittelalter durch das Dorf eine Heer- und spätere Poststraße verlief, blieb der hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägte Ort von Plünderungen in Kriegszeiten nicht verschont. Er konnte sich jedoch meist rasch wieder erholen, da auf den fruchtbaren Böden Weizen und Zuckerrüben sich gut entwickelten und in der Regel für reiche Ernten sorgten. In jüngster Zeit ist ein Zuwachs an handwerklichen Betrieben und eine Zunahme des Tourismus zu beobachten.
Bekannt ist Ströbeck vor allem durch das Schachspiel, welches das Dorf prägt und weshalb der Ort seit 1991 offiziell die Bezeichnung Schachdorf Ströbeck trägt. Der Legende nach soll im Jahr 1011 ein adliger Gefangener des Halberstädter Bischofs (angeblich Gunzelin von Kuckenburg) seinen dortigen Bewachern das Spiel beigebracht haben.
Die erste schriftliche Erwähnung des Schachspiels in Ströbeck stammt von 1515. Im 1616 in Leipzig erschienenen ersten deutschsprachigen Schachbuch Das Schach-Spiel oder König-Spiel von Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel alias Gustavus Selenus wird das Ströbecker Schachspiel ausführlich beschrieben. Seit 1689 sind öffentliche Aufführungen von Schachpartien belegt, bei denen die Schachfiguren durch entsprechend verkleidete Menschen dargestellt wurden. Diese Tradition wird noch heute von dem 1883 gegründeten Ströbecker Schachverein fortgeführt.
An der Grundschule - heute nach dem Schachweltmeister Emanuel Lasker benannt - ist Schach seit 1823 ein Pflichtfach.